Twitter – schon öffentlich und dennoch Angst vor der Öffentlichkeit?

In den letzten Tag kam auf der Seite der Zeitung  Welt die Meldung, dass der Ableger Welt Kompakt seine Kategorie „Tweets des Tages“ einstellen wird

In dieser Kategorie hat die Redaktion der Welt Kompakt interessante Beiträge (im nachvollgenden Text „Tweets“ genannt) des Internetportals Twitter veröffentlicht. Nach einem Jahr steht diese Kategorie nun aufgrund von Beschwerden von Urhebern der Tweets vor dem aus.

Für mich sind Beschwerden in dem Fall nicht nachvollziehbar. Das sogenannte „Web 2.0“ oder „Social Media“ ist, wenn man es genau betrachtet, nichts weiter als eine Goldgrube für Marketingexperten. Man kann es auch als eine große Datenblase oder einen großen vielfältigen Pool von Daten bezeichnen, der fortlaufend von den „Fischen“ selbst aktualisiert wird.

Diese Blase lebt auch von Öffentlichkeit und Aktivität. Ihre wohl prominentesten Vertreter sind wohl Facebook und Twitter. Das heisst, sobald ich die Schwelle zu dieser Welt übertrete, muss ich mir bewusst sein, dass meine Daten in die Öffentlichkeit kommen können, oder dass sie es schon längst sind.

Persönlich wäre es für mich eine Auszeichnung auf einer prominenten Zeitung wie der Welt veröffentlicht zu werden. Twitter ist noch öffentlicher als Facebook. Jeder kann die Tweets eines anderen sehen.

Wenn Leute, die sich zu aktuellen Themen auf Twitter äußern ( und damit auch Aufmerksamkeit wollen) und sich dann beschweren, dass eine seriöse Zeitung ihre Tweets in einer kleinen Spalte veröffentlicht,

ist es wohl an der Zeit, dass sich Leute über ihr Nutzungsverhalten im Social Web bewusst werden und es überdenken.

 

Gruß

Dan 🙂

 

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