Die Koranverteilung in den Innenstädten- ein Anlass zur Panik?

Der Islam hat es wirklich nicht leicht in den letzten Tagen. Durch die Aktion „Lies“  ging ein Ruck durch die Medien.  Nach dem Lesen der Artikel einiger nahmhafter Medien kann man den Eindruck kriegen, dass die Zahl der Konvertiten explosionsartig angestiegen ist.                                                                                                                                                                              Meiner Meinung ist das ein Schaffen von Angst und eine unnötige Hysterie, welche durch diese Artikel verbeitet wird. Leute die zum Missionieren in einer öffentlichen Fußgängerzone stehen sind meiner Meinung nach nichts Besonderes. Ich habe schon etliche ältere Damen gesehen, die für die Zeugen Jehovas missionieren. Allerdings liest man davon nichts in den Medien.

Ich bin der Ansicht, dass von den Personen die ihr heiliges Buch verteilen keine Gefahr ausgeht.  Es scheint bei vielen Moslems eher auf Ablehnung als auf Zustimmung zu stoßen. Mir  haben einige Gläubige gesagt, dass sie diese Austeilaktion eigentlicht nicht tolerieren können, da es im Islam anscheinend verboten ist, deren heiliges Buch einfach so auf den Boden zu legen. Auf meiner Nachfrage nach einer detailierten Erklärung habe ich erfahren, dass der Koran nur mit einer Unterlage (Kissen, Decke u.s.w.) auf den Boden gelegt werden darf.

Da ich nicht glaube, dass sich viele mit dem Buch groß beschäftigen werden und es schnell weglegen oder wegwerfen werden, sehe ich in dieser Aktion der Salafisten einen Widerspruch mit ihrer eigenen heiligen Schrift.

Aber gleichzeitig zeigt diese Hysterie auch, dass das Internet in der Gesellschaft noch nicht richtig wahrgenommen wird, denn  die Szene der Salafisten ist mehr im Internet zuhause als auf der Strasse.  Auf Youtube sind unzählige Channels, die die  „Wahrheit verkünden“.  Der Suchbegriff „ Islam “ zeigt nicht nur Informationsseiten zum Thema Islam, sondern auch mehrere „Angebote“ die (in-)direkt zum Konvertieren des Islams aufrufen. Das ist eigenlich gar nicht weiter tragisch, aber es zeigt wie einfach es mittlerweile ist, an (falsche?) Informationen zu kommen.

Das Potenzial dieser Portale, aus jungen Menschen gewältetige Extremisten zu machen, ist um einiges höher als eine Bücherverteilung in öffentlichen Fußgängerzonen. Vielleicht sollte die entsprechende Abteilung des Verfassungsschutzes dem Internet mehr Achtung schenken, als den Salafisten auf den Straßen.

 

Am Ende würde ich gerne noch etwas loswerden, bevor man einen falschen Eindruck von mir bekommt. Ich toleriere jeden Mensch, egal wie seine Abstammung oder seine Religion ist. Wichtig ist für mich wie er ist und was er erreichen will.

 

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